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Die Pfarrkirche, eines der besten Beispiele frühgotischer Landkirchen im mecklenburgischen Küstengebiet, entstand zwischen 1250 - 1270. Nach einer alten Überlieferung soll eine dänische Königin die Kirche aus Dankbarkeit gestiftet haben, als sie in Seenot geriet und von Alt Gaarzer Fischern gerettet wurde.



Der über einem Feldsteinsockel errichtete Backsteinbau ist eine 2-jochige Hallenkirche mit quadratischem Chor. Der kräftige, viergieblige Turm trägt einen achtseitigen Helm, die sogenannte Bischofsmütze. Am Chor befindet sich am Ostgiebel eine große Kreuzblende, beidseitig durch Zwillingsblenden eingefaßt. Unter der Traufe befindet sich ein "Doppeltes Deutsches Band". An der Südwand eine weitere Besonderheit: die romanische Priesterpforte.

Zu den ältesten Ausstattungsstücken der Kirche gehören die aus gotländischem Kalkstein gefertigte Tauffünte und der eisenbeschmiedete Opferstock aus dem 13. Jahrhundert. Der Mittelschrein des gotsichen Altars mit einer Annaselbdritt-Gruppe in der Mitte und Johannes dem Täufer an den beiden Seiten, sowie das Triumpfkreuz mit gemalten Evangelistensymbolen an den Enden stammen aus dem 15. Jahrhundert.

Das Innere der Kirche mit seiner reichen und gut erhaltenen barocken Ausstattung ist von besonderem Reiz. Die Kanzel (1751/52) zeigt prunktvolle Ornamentschnitzereien. An der Kanzelbrüstung befindet sich eine vierteilige Sanduhr, die die Predigtlänge festlegte.




Der Altaraufsatz (1754/55) zeigt im Sockel das letzte Abendmahl, im Hauptgeschoß die Kreuzigung und im Giebel die Himmelfahrt Christi. Eine Rarität in den nordeutschen Kirchen ist der evangelische Beichtstuhl (ein kastenförmiger Verschlag, die Fenster mit Holzgitterwerk, sowie eine von Akanthusschnitzwerk gerahmte Inschriftenkartusche) aus der Mitte des 18. Jahunderts. Von den vier ehemaligen Rittergutslogen prägen nur noch zwei das Erscheinungsbild des Innenraum. Die Meschendorfer Empore von 1682 und die Wustrower Patronatsloge aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. Vor dem Altar, ein im Barockstil gehaltener, Taufengel, der noch bis 1900 benutzt wurde. Die Orgel wurde im Jahr 1780 von Kolbow, einem Wismaraner Orgelbauer gschaffen. Von der Firma Schuke (Potsdam) wurde sie im Zuge der großen Restaurierung 1973/74 wieder instand gesetzt. Die Orgel hat 16 Register, 1056 Pfeifen und zwei Zimbelsterne.



Unter den Kirchen Norddeutschlands nimmt die Reriker eine Sonderstellung ein, durch die ungewöhnliche reiche, festliche und fröhliche Ausmalung. Die Qualität und Geschlossenheit der Bemalung ist für Norddeutschland einzigartig. Die Raumfassung wurde 1668 von dem Kirchenmaler Hinrich Greve gestaltet, dannach wurde sie mehrmals übermalt und in den Jahren 1971-76 von den Restauratoren Metzner und Bleich wieder freigelegt. Bei der Restaurierung sind auch interessante Reste einer gotischen Ausmalung aus dem 13. Jahrhundert freigelegt worden.


Gottesdienst

Gottesdienste finden jeden Sonntag um 10 Uhr statt.

Führungen

Die Kirche bieten das ganze Jahr über kostenlose Kirchenführungen an. Sie werden von Thomas Köhler, dem Leiter des Heimatmuseums durchgeführt. Bei den Führungen erleben sie eine einzigartige Zeitreise durch die Jahrhunderte. Sie beginnen im 13. Jahrhundert, zum Zeitpunkte der Erbauung, und enden im 20. Jahrhundert bei der Restaurierung der St. Johannes Kirche. Sie erhalten somit einen umfassenden Einblick in die Geschichte der Kirche, sie erfahren Interessantes und Wissenswertes, aber auch Anekdoten.

Die Führungen finden zu folgenden Zeiten statt:

Montag von 10.00 bis 12.00
Donnerstag von 10.00 bis 12.00
Sonntag ab 11.00   (nach dem Gottesdienst)

Konzerte

Wie jedes Jahr finden auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Konzerte in unserer Kirche statt. Die Vielfalt reicht vom Chorkonzert über Orgelkonzerte bis hin zu äußergewöhnlichen Kombinationen wie zum Beispiel: Orgel, Saxofon und Schlagwerk. Die sehr gute Akustik und die namhaften Kirchenmusiker garantieren dafür, dass die Konzertabende zu unvergeßlichen Erlebnissen werden. Die Konzerte finden in der Zeit von Juni bis September jeden Donnerstag um 20 Uhr statt. Der Eintritt ist frei.

Die Konzerttermine entnehmen Sie bitte den Aushängen an der Kirche oder erfragen Sie bitte in der Kurverwaltung.







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