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Ortchronik und Geschichte
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Rerik, ehemals Alt Gaarz (slawisch: gradn = Burg) wird erstmals 1230 urkundlich erwähnt.
Der Ort war offenbar schon im Mittelalter ein reiches, mehrere Höfe umfassendes Bauern- und
Fischerdorf. Der natürliche Hafen im Salzhaff, von der Halbinsel Wustrow (slawisch: wustrow = Insel)
gut geschützt, hat schon früh Menschen in die nähere Umgebung von Alt Gaarz gelockt. Dies beweisen
die zahlreichen Großsteingräber dieser Region. In der Zeit des Nationalsozialismus hatte man ein
großes Interesse daran, die slawische Vergangenheit auszulöschen. Im Zuge dieser Bemühungen
versuchte man dann auch Alt Gaarz mit dem 808 von den Dänen zerstörten Hafen und Handelsplatz
"Reric" in Verbindung zu bringen. Der Wahrheitsbeweis dieser Hypothese blieb zwar aus, aber
am 01.04.1938 wurde aus Alt Gaarz im Zusammenhang mit der Verleihung des Stadtrechts in Rerik
umbenannt.
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1238
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Alt-Gaarz (alte Burg) findet erste urkundliche Erwähnung. Wind,
Wellen und Sturmfluten haben diese Burganlage abgetragen.
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1252
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Blengow wird erwähnt, als der Bischof Friedrich Zehnteinkünfte
dieses Ortes zur Ausstattung von Präbelin verwendet.
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1239
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Nyengaartz wird erstmalig erwähnt.
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1250
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Bau der frühgotischen Backsteinkirche. Anfangs wurde sie gotisch, später
im Barockstil ausgemalt.
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1273
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erstmalige urkundliche Erwähnung der Halbinsel Wustrow
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1544
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Erstmalig gibt es auch im Landregister (Steuerregister) zuverlässige
Nachrichten über die Bauern
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14. Jh.
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Wustrow war als Sitz der Familie von Moltke genannt, dann bis 1590 Eigentum
der Familie von Oertzen
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1625
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Am 10. Februar führt eine große Sturmflut zur Überflutung der Halbinsel.
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1648
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Wismar, Poel und das Amt Neukloster geraten bis 1803 unter schwedische
Herrschaft, Wustrow wird von Erich Hansson Ulfsparre, königlich schwedischer
Oberst und Kommandant von Wismar, erworben.
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1838
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Gründung von Neu Wustrow mit drei Erbpachthöfen
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1872
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Die Sturmflut vom 12./13. November richtet auf Wustrow große Schäden
an.
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um 1900
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In Alt-Gaarz begann der Badebetrieb.
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1926
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Hans von Plessen kauft Wustrow
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1932
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Festlegung der Halbinsel Wustrow als Standort eines Luftwaffenübungsplatzes
und einer Flakartillerieschule
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1933
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am 17. Februar Verkauf Wustrows an die Reichswehr
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1934
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erste übende Truppe auf Wustrow, Beginn der Bauarbeiten für Kasernenkomplex
und Wirtschaftsbauten
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1935
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am 28. März Inbetriebnahme der Flakartillerieschule
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1938
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1. April
Verleihung des Stadtrechts an Alt Gaarz und Umbenennung in Rerik; Halbinsel
Wustrow wird Ortsteil von Rerik; Fertigstellung des Luftwaffenlazaretts
auf Wustrow
Die Einwohnerzahl stieg auf ca. 2.000 Einwohner.
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1943 bis 1945
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fordern Angriffe auf Wustrow zahlreiche Opfer und Zerstörungen.
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1945
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am 2. Mai kampflose Übergabe an sowjetische Truppen; Sprengung der militärischen
Gebäude auf Wustrow; Bodenreform
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1945
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Nach 1945 wurde in Rerik das Erholungswesen der DDR gefördert. Es entstanden
Betriebs- und Ferienheime sowie Zeltplätze. Rerik hatte ca. 36.000 Urlauber
jährlich.
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1949
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Halbinsel Wustrow wird sowjetische Garnison.
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1993
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Am 18. Oktober endet die militärische Nutzung Wustrows.
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2002
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Rerik und Roggow fusionieren
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